Donnerstag, 2. Februar 2017

Zenith 21: Neuer Chronograph für höchstens 13.000 Schweizer Franken

Zenith wird im Juni eine neue Stoppuhr ausliefern, die 1/100 Sekunden messen kann. Dies geht aus einem Interview von Daniel Hug mit Jean-Claude Biver hervor. Das Werk heißt "El Primero 21" und der große Chronografen-Zeiger dreht sich einmal pro Sekunde. Die mit einem klassischen Gehäuse versehene Uhr wird für nicht mehr als 13.000 Schweizer Franken zu haben sein. Wenn ich vor der Baselworld mehr erfahre, werde ich hier berichten.

Die Uhr wird dazu dienen, Zenith unter neuer Leitung wieder bekannter und erfolgreicher zu machen. Andere ähnliche Projekte im selben Konzern LVMH sind nicht unbedingt glücklich ausgegangen. Außerdem muss man bedenken, dass die Reaktionszeit eines gesunden Menschen auch bei voller Konzentration für das Drücken einer Taste etwa 20/100 Sekunden durchschnittlich beträgt, 5/100 Sekunden bei jungen und gegen eine Sekunde bei älteren Personen. Sie ist nicht konstant, was beim Stopp-Vorgang mit der Uhr maßgeblich wäre. Die Messung von genauen Zeiten muss also weiterhin Detektoren mit angeschlossener Uhr erhalten bleiben.

Update 15. Februar 2017: 

In einem weiteren Interview hat Jean-Claude Biver, Chef der Uhrensparte von LVHM mit Hublot, Zenith und TAG Heuer, nähere Einzelheiten in Sachen Zenith 21 bekanntgegeben: Danach habe das Werk zwei Hemmungen, mithin zwei Unruhen, für Uhrzeit und Stoppfunktion. Mit der Linie zum Werk soll die "Defy"-Reihe wieder auferstehen. Das Werk werde "praktisch" nicht magnetisierbar sein und Siliziumbestandteile sowie eine Nanotube-Spiralfeder aus Karbon erhalten. Uhren mit Zenith 21-Werk soll es, so die Hoffnung, gegen Ende 2017 geben. Biver will jährlich ca. 2.000 bis 3.000 Stück produzieren. Für Zenith 21 habe Biver neben Zenith-Fachleuten auch Techniker und Designer von TAG Heuer und Hublot engagiert. Auch mit dem neuen Werk im Portfolio ist Zenith für Biver weiterhin ein Hersteller, der traditionelle Uhrmacherkunst zu erreichbaren Preisen bereitstelle.

In dem Interview äußert sich Biver auch zu den Hintergründen der Ablösung von Aldo Magada als Präsident und CEO von Zenith. Nicht die roten Zahlen als solche seien ursächlich gewesen, sondern unzureichende Dynamik in der gesamten Firma. Biver ging es nicht schnell genug. Er wollte nicht noch mehr Geduld aufbringen. Noch vor weniger als drei Jahren attestierte Biver indes - wie man bis heute auf der Zenith-Homepage in einer Meldung vom 1. Juli 2014 nachlesen kann - Zenith mit Magada an der Spitze eine "rosige Zukunft".

Swatch Group veröffentlicht Kennzahlen für das Jahr 2016

Die Swatch Group hat heute die Ergebnisse für das Jahr 2016 veröffentlicht. 

Danach ging der Nettoumsatz des Konzerns um 10,6 % auf 7, 553 Mrd. Schweizer Franken zurück, wovon auf das Segment Uhren und Schmuck 7, 305 Mrd. Schweizer Franken entfielen. Der Konzerngewinn 2016 beläuft sich auf 593 Mio. Schweizer Franken, was einer Nettomarge von 7,9 % entspricht (minus 47,0% im Vergleich zum Vorjahr).

Einen Anstieg im Betriebsergebnis konnte das Segment Elektronische Systeme vermelden, es stieg von 9 Mio. Schweizer Franken auf 10 Mio. Schweizer Franken bei einem um 11,0 % gesunkenen Nettoumsatz von 260 Mio. Schweizer Franken.Diesem Segment zugehörig ist mit Belenos auch jene Konzerntochter, die jüngst mit dem Vorhaben, den Markt mit Autobatterien für Elektrofahrzeuge mit einer neuen Batterie zu revolutionieren, Schlagzeilen machte.


Für 2017 erwartet die Swatch Group "gesundes Wachstum". Sie begründet ihre Erwartung mit einem "sehr guten Wachsum" in Mainland China im November, Dezember und Januar.

Dienstag, 31. Januar 2017

Richard Mille widmet Jean Todt eine Kollektion anlässlich seines 50. Karrierejubiläums

Nun hat Richard Mille seinem Freund drei Modelle gewidmet, die Jean Todts Namen und Lieblingsfarben tragen: die RM 11-03, RM 050 und RM 056 Jean Todt 50th Anniversary. 50 Jahre automobiler Leidenschaft, 50 Jahre Streben nach Erfolg. Jean Todt war Rennfahrer, Formel 1-Teamchef und ist derzeit Präsident des Welt-Automobilverbands FIA.

„Ich liebe die Uhren, die Richard designt. Ich liebe ihre Leichtigkeit, ihre Technizität und Exklusivität“, verrät Todt. 

Der RM 11-03 Flyback Chronograph wurde erstmals am Chantilly Arts & Elegance 2016 (ein Oldtimer-Event, das in der Nähe von Paris stattfindet) vorgestellt. Die sportliche Uhr ist in mehrfacher Hinsicht vom Automobil und seiner Geschichte inspiriert und spiegelt gleichzeitig die visuellen Codes der Marke wider. Das Automatikkaliber aus Titan wird von einem neuartigen blau-weißen "TPT™-Quarz"-Gehäuse umschlossen - einem Verbundwerkstoff, dem besondere Widerstandskraft und Leichtigkeit zugeschrieben wird. Er entsteht durch die Anlagerung von 600 Siliziumdioxidschichten von 45 Mikrometer Dicke, die anschließend mit einem exklusiven blauen Richard Mille Kunstharz durchtränkt werden. Das Material wird danach auf 120° C erhitzt, bevor es bei Richard Mille weiterverarbeitet wird. 

RM 11-03 JT (Abbildung: Richard Mille)

Blaues TPT™-Quarz wird auch für das Gehäuse der RM 050 Jean Todt 50th Anniversary verwendet. Das Kaliber verfügt über einen Split-Seconds-Chronographen, der von einem Tourbillon reguliert wird. Die umfangreiche Skelettierung von Brücken und Basisplatine ergibt zusammen mit der Verwendung von Titan und Karbon-Nanofasern ein sehr leichtes Uhrwerk - es wiegt lediglich 9,5 Gramm. 

RM 050 JT (Abbildung: Richard Mille)

Dieser Mechanismus treibt auch das letzte Modell der Jean Todt Kollektion an: Die RM 056, die sich in einem Saphirglasgehäuse präsentiert, wie es zuletzt auch Hublot gerne für ausgewählte Modelle verwendet hat (etwa für das "La Ferrari"-Modell). Wie man bei Richard Mille erfahren kann, erfordert die Fertigung eines Gehäuses der RM 056 nicht weniger als 1.000 Arbeitsstunden, darunter alleine 430 Stunden zum Schleifen und 350 Stunden für die Politur.  

RM 056 JT (Abbildung: Richard Mille)

Die RM 11-03, RM 050 und RM 056 sind in limitierten Auflagen von jeweils 150, 5 und 3 Stück erhältlich. Der Preis der RM 11-03 beträgt 152.000 Euro. Für die beiden anderen Modelle stehen die Preise noch nicht fest.

Sonntag, 29. Januar 2017

Greubel Forsey Tourbillon 24 Secondes Vision


2015 zeichnete die Jury des Grand Prix d’Horlogerie de Genève das Modell Tourbillon 24 Secondes Vision von Greubel Forsey mit dem Aiguille d’Or aus. Das geehrte Modell präsentierte sich mit einem silberfarbenem Zifferblatt und einem Gehäuse aus Weißgold. 

Seither reicherte der in La Chaux-de-Fonds ansässige Hersteller um die beiden Uhrmacher Robert Greubel und Stephen Forsey das Modell mit verschiedenen Varianten an.

Die hier betrachtete erste Variation erweiterte die Reihe um ein Modell mit Platingehäuse und lachsfarbenem Zifferblatt ("Salmon").

Abbildung: Greubel Forsey

Foto: www.watch-online.de 

Was aber ist für die Tourbillon 24 Secondes Vision Modelle kennzeichnend? Es geht um die Feinheit und Reinheit der Linienführung, so Greubel Forsey. Diese galt es zu vereinen mit einem Tourbillon, das um 25 Grad gegenüber der Zifferblattfläche geneigt ist und eine volle Umdrehung in nur 24 Sekunden vollführt. 

Um dieses Ziel zu erreichen, wurde das Gehäuse mit einer kleinen vertikalen Asymmetrie versehen und der Boden des Zeitmessers mit einem Gewölbe aus Saphirglas ausgestattet, das dem Tourbillon-Mechanismus den notwendigen Raum gibt. Das gewölbte Saphirglas soll darüber hinaus das Licht einfangen, in das Innere des Zeitmessers lenken und auf diese Weise das Tourbillon in Licht erstrahlen lassen. 

Foto: www.watch-online.de

Die Uhr ist mit einer Gehäusehöhe von 13,65 mm (bzw. 16,03 mm bei der Saphirglaskuppel) und eines Durchmessers von 43,5 Millimetern nicht klein. Sie trägt sich dennoch äußerst angenehm auch an kleineren Handgelenken.

Zu den markantesten Elementen dieses Zeitmessers zählen die beiden gewölbten Tourbillon-Brücken, deren Oberfläche von Hand poliert ist.

Der Zeitmesser besitzt ein Zifferblatt aus beschichtetem Weißgold. Die Zeiger für die Stunden, die Minuten und die kleine Sekunde sind aus poliertem gebläutem Stahl gefertigt, während die Indexe mit einem Grand-Feu-Champlevé-Email versehen sind.

Die Tourbillon 24 Secondes Vision in Platin mit „Salmon“-Zifferblatt ist das erste Modell einer Auflage, die insgesamt vier unterschiedliche Zeitmesser umfasst. Die drei weiteren bestehen ebenfalls aus Platin – eine Premiere für Greubel Forsey, die bisher pro Modell immer nur eine einzige Variante in Platin angeboten haben. Die neuen Zifferblattfarben: „Chocolate“, „Blue“ und „Anthracite Black“.  

Abbildung: Greubel Forsey

  Abbildung: Greubel Forsey

  Abbildung: Greubel Forsey


Sonntag, 22. Januar 2017

Hands on: Roger Dubuis Excalibur Automatik skelettiert


Roger Dubius ist eine vergleichsweise junge Uhrenmarke. Sie wurde 1995 gegründet und hat ihren Sitz in Meyrin im Kanton Genf. Bekannt ist das heute zum Richemont-Konzern gehörende Unternehmen unter anderem dafür, dass es seine oft kraftvoll und prägnant wirkenden Produkte mit dem ursprünglich 1886 eingeführten Genfer Siegel zertifizieren lässt. Die von der Timelab-Stiftung vergebene Qualitäts- und Ursprungsbescheinigung verlangt, dass das Uhrwerk auf dem Gebiet des Kantons Genf hergestellt wird und genau definierte Anforderungen an Qualität und Finissage des Uhrwerks erfüllt. Zu den Kriterien für die Vergabe des Genfer Siegels gehören zudem unter anderem Ganggenauigkeit (Abweichungen dürfen nicht größer als eine Minute in sieben Tagen sein) sowie ein Mindestmaß an Wasserdichtigkeit (bis drei bar über 24 Stunden) und Gangreserve (24 Stunden).

Nicht ohne Stolz trägt die hier vorgestellte Excalibur Automatik demnach den Hinweis auf das Genfer Siegel auf der Vorderseite, bei 6 Uhr. Das mit 42 mm Durchmesser und einer Höhe von 12,14 mm angenehm proportionierte Gehäuse besteht aus einem Verbundmaterial mit Kohlefasern, das Sheet Moulding Compund (SMC) genannt wird. Die sichtbaren Gehäusestrukturen machen die Uhr ebenso zum Hingucker wie die Skelettierung des 167 Bestandteile umfassenden Uhrwerks, das eine Gangreserve von 60 Stunden bereitstellt und mit einem Mikrorotor ausgestattet ist. Während die Gangreserve die Kriterien des Genfer Siegels weit übertrifft, ist die Uhr mit einer Wasserdichtigkeit von 3 bar leider nicht über die Mindesetanforderung des Zertifikats hinausgegangen. 

Die Uhr wird für 67.000 Euro angeboten. Sie reiht sich - erfreulicherweise als nicht limitiertes Modell - in die Excalibur Kollektion ein. Die geriffelte Lünette, die dreifachen Bandanstöße und die Schwertzeiger - alles typische Merkmale des Herstellers - fehlen auch bei der aktuellen Excalibur Automatik skelettiert nicht. 






Samstag, 12. November 2016

Fabian Butte Landessieger beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks 2016 des Landes Hessen

Der Landessieger beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks 2016 des Landes Hessen heißt Fabian Butte. Er hat damit die Zeit seiner Ausbildung zum Uhrmacher bei Sinn Spezialuhren in Frankfurt erfolgreich beendet.

SINN bildet seit vielen Jahren Uhrmacherinnen und Uhrmacher aus und trägt damit zum Erhalt eines traditionellen Handwerkberufes bei. Zurzeit trifft man vier „Azubis“ bei Sinn Spezialuhren an. 

Uhrmachermeister und Ausbildungsleiter Norbert Müller:
„Bei Sinn hat eine gleichzeitige, intensive Ausbildung im traditionellen Handwerk und in moderner Technik einen ebenbürtigen Stellenwert. Auf diese Weise garantieren wir die permanente Fortschreibung unserer Qualitätsstandards. Wir fördern den eigenen Nachwuchs an Fachkräften. Und wir leisten als mittelständisches Unternehmen unseren Beitrag zum Ausbau des Lehrstellenangebotes.“
Neben Butte haben weitere zwei Auszubildende von Sinn Spezialuhren im August Ihren Gesellenbrief zum Uhrmacher entgegennehmen können.

Am 13. Dezember 2016 wird Butte im Rahmen der Ehrungsfeier der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main im Kaisersaal des Römers die Auszeichnung „Kammersieger 2016“ überreicht werden. Ausbildungsleiter Müller wird seinerseits eine Urkunde für seine Ausbildungsleistungen entgegennehmen dürfen. 


SINN Uhrmacher Fabian Butte und Ausbildungsleiter Norbert Müller

Foto: SINN Spezialuhren GmbH

Sonntag, 30. Oktober 2016

Großkatzentauglich


PRO TREK PRW-7000 (Abbildung: PRO TREK)

Dem Motto von www.watch-online.de - Die Welt der mechanischen Armbanduhren - werden wir heute ein wenig untreu, wenn wir das Modell PRW-7000 von PRO TREK aus dem Hause Casio vorstellen. Denn diese Uhr ist keine mechanische Uhr. Sie bezieht ihre Kraft vielmehr aus Solarenergie, die sie in einem Akku speichert.

Einen großen Auftritt hatte die Marke PRO TREK, als sie vor kurzem im Rahmen der European Outdoor Film Tour durch ihren Botschafter Kevin Richardson in München präsentiert wurde.

Kevin Richardson ist Tierschützer, Filmemacher, Autor und Inhaber des Kingdom-of-the-the-White-Lion-Parks in Südafrika. Er hat sein Leben dem Schutz bedrohter Wildtiere, insbesondere von Löwen und Raubkatzen gewidmet. Den ersten Kontakt mit Löwen hatte Richardson bereits in den späten 1990-er Jahren. Seine Liebe zu den Tieren wuchs schnell und mit Einfühlungsvermögen, Respekt und innerer Wachsamkeit gelang es ihm, ihr Vertrauen zu gewinnen, sodass sie ihn zwar nicht als einen der ihren wahrnahmen, aber doch als Teil des Rudels akzeptierten. 

Besondere Aufmerksamkeit widmet Richardson dem Erhalt und die Freiheit der Wildtiere. Neben dem Kampf gegen die Wilderei geht es ihm dabei auch um den „Löwentourismus“. Dabei werden die Tiere, wie von Richardson zu erfahren ist, als reine „Money-Making“-Geschöpfe eingesetzt. Nach dem Streichelzoo werden die ausgewachsenen Löwen zur Trophäenjagd in einem abgesperrten Gebiet freigegeben. Als weitere Bedrohung der Großkatzen nennt er den Verlust ihres natürlichen Lebensraums. 

Kooperationen mit Marken sind natürlich ein Bestandteil von Richardsons Tätigkeit. In Sachen Zeitmesser fiel die Wahl des Abenteurers auf PRO TREK. Eine PRO TREK war es demnach auch, die bei den jüngsten Filmproduktionen und bei der oft rauen Arbeit mit den Wildtieren zum Einsatz kam - genauer gesagt das Modell PRW-7000. Es ist bis zu 20 bar wasserdicht - damit auch gut gegen Staub geschützt - und verfügt über einen Richtungssensor, der den Benutzer in die Lage versetzt, die richtige Himmelsrichtung zu erkennen. Zu den zahlreichen Funktionen der 59 x 52 x 15 mm großen Funkuhr gehören ferner unter anderem ein Barometer, ein Höhenmesser, ein Thermometer, eine Stoppuhr, eine Weltzeit-Funktion und ein einen Countdown-Timer.

Die PRO TREK PRW-7000 wird zu einem Preis von 749,00 Euro angeboten.


Kevin Richardson (Fotos: PRO TREK)
  

Kevin Richardson


PRO TREK bei der European Outdoor Film Tour

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PRO TREK PRW-7000 (Fotos/Video: www.watch-online.de)