Donnerstag, 20. April 2017

Julien Tornare neuer CEO von Zenith

Julien Tornare (Foto: Zenith)

Jean-Claude Biver, Präsident der Uhren-Division der LVHM-Gruppe und Vorsitzender des Zenith-Verwaltungsrats, gibt die Verpflichtung von Julien Tornare als CEO von Zenith mit Wirkung vom 1. Mai 2017 bekannt. Tornare ist Jean-Claude Biver direkt unterstellt.

In dieser Rolle wird sich Julien Tornare, der dem 2014 berufenen Aldo Magada (sowie Biver als CEO ad interim) nachfolgt, den Angaben des Herstellers zufolge auf die Erneuerung von Marke und Firma konzentrieren, Märkte entwickeln und Marketing-Aktivitäten ins Leben rufen.

„Juliens große internationale und kommerzielle Erfahrung mit Uhren sind von großer Bedeutung für die Marke Zenith, die nach der BASELWORLD und dem Launch der Defy El Primero 21 auf die Erfolgsspur zurückgekehrt ist“, kommentiert Jean-Claude Biver.

Julien Tornare hat an der Universität Genf Wirtschaft studiert. Im Jahr 2000 fing er bei der Uhrenmarke Vacheron Constantin als Verkaufsleiter für den Schweizer Markt an und übernahm bald die Leitung des nordamerikanischen Markts. Von 2009 bis 2001 war Tornare internationaler Verkaufsleiter und betreute anschließend bis April 2017 als Geschäftsführer die Asien-Pazifik-Region für Vacheron Constantin.

Montag, 17. April 2017

Baselworld 2017: Patek Philippe Referenz 5320G (Ewiger Kalender)


Es war eine der am meisten diskutierten Neuheiten von Patek Philippe auf der diesjährigen Baselworld: Der neue Ewige Kalender mit der Referenz 5320G. Mit seiner Programmierung zeigt er die Monate mit 28, 30 und 31 Tagen automatisch richtig an und berücksichtigt alle vier Jahre auch den 29. Februar als Schalttag. Allein im Säkularjahr 2100 ist er gemäß dem gregorianischen Kalender von Hand zu korrigieren.

Der Ewige Kalender Ref. 5320G zitiert in seiner Gestaltung Patek Philippe-Uhren aus den 1940er und 1950er Jahren und verweist damit auf die Geschichte des Hauses, das 1925 mit dem Modell 97'975 die erste Armbanduhr mit ewigem Kalender baute. Ihr folgten weitere Einzelstücke, bis die Manufaktur die Serienfertigung dieses Uhrentyps aufnahm. Sie begann 1941 mit dem Ewigen Kalender mit Chronograph Ref. 1518. Ein Jahr später folgte der Ewige Kalender 1526 ohne Chronograph.

Wie beim heute vorgestellten Modell prägten schon damals ein Doppelfenster für die Anzeigen von Wochentag und Monat bei 12 Uhr sowie ein Hilfszifferblatt mit Zeigerdatum und Mondphasenfenster bei 6 Uhr das Zifferblatt. Das aktuelle Modell weist überdies ein kleines rundes Tag/Nacht-Fenster bei halb acht und ein rundes Fenster für den Schaltjahrzyklus mit den arabischen Ziffern von 1 bis 4 bei halb fünf Uhr auf. Aufgesetzte arabische Goldziffern und Fünfminuten-Cabochons mit Leuchtbeschichtung, spitz zulaufende mit Superluminova gefüllte Stabzeiger (eine Reminiszenz an den Chronographen Ref. 1563 aus den 1950er Jahren), eine schlanke Zentralsekunde und die unterteilte Sekundenskala sollen für bestmögliche Ablesbarkeit sorgen. Die Uhr soll dabei - der Komplexität der Mechanik zum Trotz - eine Ausstrahlung von schlichter Eleganz behalten. Ein Anspruch, den die Genfer erfüllen konnten. Die überschaubaren Gehäusemaße (40 mm Durchmesser, gut 11 mm Höhe), das Weißgoldgehäuse und das cremefarben lackierte Messingzifferblatt leisten dazu einen Beitrag. Die Uhr ist bis 3 bar wasserdicht. Zur Nachahmung auch anderen Herstellern von Luxusuhren zu empfehlen ist, dass der Uhr neben dem Sichtboden mit Saphirglas ein auswechselbarer Massivboden beigegeben wird.


Das Uhrwerk Kaliber 324 S Q (S = Sekunde; Q = ewiger Kalender, in französisch: quantième perpétuel) ist eine Weiterentwicklung des Automatikwerks 324. Der Zentralrotor aus 21 Karat Gold sorgt für eine Gangreserve von min. 35 Std. / max. 45 Std. Neu ist vor allem die Kadratur des ewigen Kalenders auf der Zifferblattseite mit vier zusätzlichen Drehscheiben für die Fensteranzeigen: Wochentag 1U/Woche; Monat 1U/Jahr; Schaltjahrzyklus 1U/8 Jahre, Tag/Nacht 1U/Tag. Die Mondphasenscheibe hinter dem Zeigerdatum bei 6 Uhr erfordert alle 122 Jahre eine Korrektur um einen Tag. Das entspricht einer Abweichung von 0,02 Promille. Auf der Brückenseite zeigt das Uhrwerk die für Patek Philippe selbstverständlichen Verzierungen: Brücken mit rundanglierten und polierten Kanten, Genfer Streifen und vergoldete Gravuren sowie Schrauben mit polierten anglierten Schlitzen in Bohrlöchern mit polierten Kehlungen. Zu erwähnen ist überdies die Gyromax®-Unruh mit der Spiromax®-Spirale aus dem Hightech-Material Silinvar® (näheres dazu auf der Herstellerwebsite). Über ihnen dreht sich der kugelgelagerte Massivgold-Rotor mit perliertem Zentrum, Genfer Kreisschliff und graviertem Calatrava Kreuz. Die maximale Gangabweichung liegt bei -3 bis +2 Sekunden pro Tag, wie es das vom Hersteller selbst vergebene Siegel (welches vor einiger Zeit die Genfer Punze als Prüfmaßstab für Patek Phlippe-Uhren bzw. -Werke ablöste) vorschreibt.


Zum Vintage-Style des neuen Ewigen Kalenders Referenz 5320G passt das schokobraun glänzende Alligatorlederband mit großen quadratischen Schuppen. Es ist handgenäht und gefüttert, besitzt ein CITES Artenschutz-Zertifikat und wird mit einer Calatrava Kreuz-Faltschließe aus 18 Karat Weißgold gesichert.

Die Uhr wurde mit der Inventar- Nummer P72 in die Sammlung des Patek Philippe Museums in Genf aufgenommen. Der Preis (UVP) beträgt 74.478,00 Euro. 

(Abbildungen: Patek Philippe)

Dienstag, 4. April 2017

Baselworld 2017: Lang & Heyne GEORG


Die Dresdner Manufaktur Lang & Heyne erweitert mit der GEORG ihre Kollektion um eine Uhr mit rechteckigem Karree-Gehäuse. Das 40 x 33 Millimeter große Modell sitzt, dank einer gewölbten Gehäuseform und nicht zu auslandenden Bandanstößen, auch an kleineren Handgelenken sehr gut. Das mit einem Kronenschutz versehene Gehäuse ist 9,4 Millimeter hoch und beidseitig mit Saphirglas ausgestattet. Im Innern der bis 3 bar wasserdichten Uhr tickt das Handaufzugkaliber VII, das eine Gangreserve von 55 Stunden bereitstellt. Es misst 34 x 26,5 Millimeter und arbeitet mit 18.000 Halbschwingungen pro Stunde (= 2,5 Hz).

Das Emaillezifferblatt ist zweiteilig aufgebaut; ein separates Blatt für die groß angelegte kleine Sekunde, die in der unteren Hälfte von der Minutenskala durchzogen wird, liegt unter dem dem größeren Zifferblatt mit den Stunden- und Minutenmarkierungen. 

Die Uhren von Lang & Heyne werden über die Dresdner Flagship Store des Herstellers, die Tempus Arte Boutique, sowie über eine überschaubare Zahl ausgewählter Fachhändler weltweit vertrieben. Der Preis für das Modell GEORG beträgt in Roségold 29.940 Euro, in Weißgold 31.540 Euro und in Platin 39.980 Euro. 




Mittwoch, 22. März 2017

Ausbildung im Uhrmacherhandwerk - Die Franz-Oberthür-Schule und die Bayerische Meisterschule für das Uhrmacherhandwerk in Würzburg


Morgen beginnt die Baselworld. Die Uhrengemeinde wird dann wie jedes Jahr gebannt, begeistert oder auch enttäuscht die von den großen und kleinen Herstellern dort präsentierten Neuheiten bewerten. 

Wohl etwas weniger glanzvoll geht es dagegen bei der Franz-Oberthür-Schule und der Bayerische Meisterschule für das Uhrmacherhandwerk in Würzburg zu. Allerdings verdient die Arbeit, die dort geleistet wird, gleichwohl der Aufmerksamkeit, denn ohne qualifizierte Uhrmacher wird auch der leidenschaftlichste Uhrenfreud nicht lange Freude an seinem Objekt der Begierde  haben. 

Uhrmachermeister Michael Eberlein ist in Würzburg als Fachlehrer tätig. Im Interview stellt er seine Einrichtung vor:  

Ihre Schule hat ihren Sitz in Unterfranken. Welches Gebiet deckt sie ab?

Sowohl die Berufsschule für die Ausbildung der Uhrmacher im dualen System, als auch die Meisterschule sind die einzigen Schulen ihrer Art für die Uhrmacherei in Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. 

Mit welchen Themen beschäftigen sich die Auszubildenden und die angehenden Meister und wie viel Zeit verbringen sie an der Schule?

Was die Ausbildung betrifft, so findet diese im Dualen System statt, das heißt es gibt einerseits die Ausbildung in Betrieb und andererseites die Ausbildung in der Berufsschule. In den ersten beiden Lehrjahren sind die Auszubildenden 12 Wochen pro Lehrjahr an der Schule, im dritten Lehrjahr zehn Wochen im Blockunterricht. Grob gesagt geht es um folgende Lernfelder: Bauteile der Uhren, Mechanische Uhren, elektronische Uhren, Systeme der Zeitmessung, Auftragsabwicklung und Kundenservice und dann noch die allgemeinbildenden Fächer. Neben Betrieb und Berufsschule gibt es noch die überbetriebliche Ausbildung mit jeweils zwei Wochen pro Lehrjahr.

Die Meisterschüler verbringen etwa ein halbes Jahr in Vollzeit für Teil I (Fachpraxis) und Teil II (Fachtheorie) des Meisterkurses in Würzburg. Es geht dann um Themen wie Instandhaltungstechnik, Auftragsabwicklung sowie Betriebsführung und Betriebsorganisation.

Welche Kosten entstehen und wer trägt diese? 

Die Auszubildenden müssen kein Schulgeld bezahlen. Es fallen also nur Fahrtkosten und Kosten für die Unterbringung an. Bei bayerischen Schülern werden die Kosten für die Unterbringung komplett übernommen, Schüler aus anderen Bundesländern bekommen einen (kleinen) Zuschuss.

Die Meisterschüler tragen die Kurs- und Prüfungsgebühr selbst, wobei es die Möglichkeit der Bezuschussung durch das Meister-Bafög gibt.

In welchen Bereichen werden die fertigen Gesellen und die Meister nach Ende der Aus- bzw. Fortbildung eingesetzt? Wo liegen die Schwerpunkte? 

Ganz allgemein kann man sagen: In Handwerk und Industrie. Das kann eine große Servicewerkstatt sein, aber auch ein kleiner Handwerksbetrieb. Teilweise schließen Absolventen einen Auslandsaufenthalt an. Schwerpunkte sind die Reparatur und Wartung von Uhren, teilweise aber auch Herstellung und Produktion.

Gibt es zurzeit einen Mangel an Uhrmachern in Deutschland?

Ja, es werden aktuell sehr viele fertige Uhrmacher gesucht. Die jungen Gesellinnen und Gesellen, die von unten nachkommen, können den Bedarf nicht abdecken. Gute Uhrmacher sind absolute Mangelware.

Können Sie dazu ein paar Zahlen nennen?

Laut Information des Zentralverbandes für Uhren Schmuck und Zeitmesstechnik gibt es ca. 300 Auszubildende im Uhrmacherhandwerk in allen drei Lehrjahren in ganz Deutschland. Unsere Azubis kommen aus den vorhin genannten Bundesländern.

Wir haben in Würzburg ca. 50 Auszubildende. Im Meisterkurs, den wir alle zwei Jahre anbieten, haben wir 16 Plätze und sind seit Jahren immer vollbesetzt. Es gibt nicht mehr viele aktive Meisterschulen für Uhrmacher. Die Meisterschüler kommen deswegen aus dem kompletten Bundesgebiet zu uns. Der nächste Kurs beginnt im Januar 2018. In beiden Fällen sind überwiegend Männer und ein kleinerer Anteil an Frauen. 

Was bereitet Ihnen Bauchschmerzen?

Die Ersatzteilbelieferung stellt ein großes Problem dar. Markenhersteller beliefern nur zertifizierte Werkstätten. Die Zertifizierung ist entweder beim Hersteller oder für einige Marken auch beim Zentralverband für Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik möglich. 

Wie sehen sie die Position der in Deutschland ausgebildeten Fachkräfte im Vergleich zum europäischen und außereuroäischen Ausland?

Das Ausbildungssystem, sowohl für Gesellen als auch für Meister in Deutschland ist international anerkannt. Die Absolventen genießen einen sehr guten Ruf.

Herr Eberlein, herzlichen Dank für das Gespräch!



Mittwoch, 15. März 2017

Nose Art by Manolo Chrétien

Concorde

MB&F ist ein Hersteller kleiner Uhrenserien in Genf, bekannt dafür, bei den einzelnen Serien jeweils mit Externen zusammenzuarbeiten ("Maximilian Büsser & Friends")

Die MB&F M.A.D. Galleries gibt es in Dubai, Taipeh und am Stammsitz in Genf; dort werden nicht nur die Uhren präsentiert; es gibt dort auch andere mechanische Objekte wie z. B. mechanische Roboterwesen zu sehen und eben verschiedene Kunstgegenstände. Sie zeugen von MB&Fs Bemühen, nicht nur Uhren zu bauen und zu verkaufen, sondern einen Art kreatives Universum zu kreieren, das die Philosophie des Herstellers widerspiegelt und die vielleicht ähnlich tickende Kundschaft abholt. 

In Genf gibt die MB&F M.A.D. Gallery nun dem französischen Fotografen Manolo Chrétien Raum, seine kraftvollen Flugzeug-Kunstwerken zu präsentieren. 

Die Fotografien

Die derzeitige Ausstellung „Nose Art“ der M.A.D.Gallery von MB&F hat sich dem Thema Luftfahrt gewidmet. In einem verspielten Konzept hält Chrétien die Quintessenz berühmter Flugzeuge sozusagen „Nase in Auge“ fest. Vom luxuriösen Learjet der 1960er-Jahre bis hin zum Überschall-Jetliner Concorde… seine Motive bieten eine ungewöhnliche Frontalperspektive. Verstärkt wird diese noch durch das kreisrunde Ausschnittformat, das der Form des Flugzeugkörpers nachempfunden ist.

„Nose Art ist nicht nur die logische Folge einer zehnjährigen Bemühung, Flugzeuge aus einer menschlichen oder tierischen Perspektive heraus zu fotografieren, sondern auch der Beginn einer neuen Arbeitsweise“, erklärt Chrétien. „Dieses Konzept trage ich schon lange mit mir herum, seit mein Vater mich eines Morgens aus der Luft durch das Fenster meines Kinderzimmers im zweiten Stock von einem Hubschrauber aus aufweckte, den er gerade testete. Ich erinnere mich noch ganz genau an die Situation: das tierähnliche Cockpit der Alouette, darin mein Vater mit seiner Ray-Ban und einem Lächeln im Gesicht, gestikulierend, als wolle er sagen „Zeit zum Aufstehen, Kinder!“ 

Jedes Flugzeug erzählt eine Geschichte und über rostige Stellen oder Kriegsschäden an der Außenhaut kommt seine Seele zum Ausdruck. So entdeckte Chrétien zum Beispiel auf einem Fototrip durch die Sonora-Wüste in der Nähe von Tucson in Arizona die Etoile de Suisse („Stern der Schweiz”), eines der ersten für die zivile Luftfahrt umgebauten TWA-Flugzeuge der Reihe „Constellation“. Bei genauerer Betrachtung wies das 1943 erbaute viermotorige Passagierflugzeug mit Propellerantrieb Tausende kleine Dellen im Aluminium auf. Diese stammten von einem mächtigen Hagelsturm, den die Maschine durchflogen hatte – eine prägende Erinnerung für den Piloten, die auch am Flugzeug bleibende Spuren hinterlassen hat und diesem so einen starken Charakter verlieh. 

Der Schaffensprozess 

Chrétien: „Die Inspiration zu Nose Art traf mich bei einem Fototrip 2008 in der Wüste von Tucson. Ich war dabei, verschiedene Flugzeuge zu fotografieren, als ich mich plötzlich in meine Kindheit zurückversetzt fühlte, wie ich mit meinen Brüdern von unserem direkt neben der Startbahn gelegenen Garten im südfranzösischen Orange fasziniert den Flugzeugen beim Abheben zuschaue.“ Und weiter: „Ich wuchs mit den Eindrücken von Rollbahn, Kerosin und Aluminium auf und war aus meiner Kinderperspektive von der Größe dieser riesigen Metallvögel beeindruckt, die über mich hinwegflogen. Heute fotografiere ich sie aus dieser Sicht heraus und lege mich dabei manchmal auf den Boden, um die Größenverhältnisse von Kindern nachzustellen. Von Beginn meiner Fotoarbeit an war ich immer von den Texturen und Farben gebrauchter Metalle fasziniert, denn sie bringen die Vergangenheit und die Geschichte dieser Materialien ans Licht. Deshalb sind Maßstab, Farben und Oberflächenstrukturen für mich sehr wichtig.“ 

Auf seine Fotoreisen nimmt Chrétien meistens zwei verschiedene Kameras mit: eine Canon EOS 5Ds R und eine Hasselblad H4D-60. Beim Fotografieren der Flugzeuge für die „Nose Art“-Ausstellung war es keine leichte Sache, deren hochgelegene Nasen vom Boden aus zu treffen. So kamen ein stabiles Stativ und ein Gabelstapler zum Einsatz, um Chrétien auf Augenhöhe mit der Flugzeugnase zu bringen und so den bestmöglichen Winkel zum Fotografieren dieser legendären Flugmaschinen zu finden. 

„Der Concorde gegenüberzustehen, das war für mich einer der herausragenden Momente“, erzählt Chrétien und ist dabei so aufgeregt, als durchlebte er die Situation noch einmal. „Dieses erstaunliche Flugzeug ist eine echte Legende. Wer sich auf die Höhe des Schnabels dieses fantastischen Metallvogels begibt, kann fasziniert das fließende Design der Maschine auf sich wirken lassen, das 1960 von der Vogelart Basstölpel inspiriert wurde!“ 

Hintergrund

Manolo Chrétien kam 1966 auf die Welt und wuchs in der Nähe des französischen Luftwaffenstützpunkts Orange auf. Er hat lebhafte Kindheitserinnerungen daran, wie er ehrfurchtsvoll die Flugzeuge beobachtet, die vor seinem Kinderzimmerfenster quer durch den Himmel rasen. Sein Vater war der Testpilot und erste französische Astronaut Jean-Loup Chrétien, und so dienten Hallen mit Prototypen für Jetflugzeuge dem kleinen Manolo als Spielplatz. Obwohl er seine Leidenschaft für die Luftfahrt schon sehr früh entwickelte, kam diese erst relativ spät öffentlich zum Ausdruck. 

„Ich ließ mich von der kraftvollen Ästhetik der Flugzeuge, der mit ihnen verbundenen Leidenschaft, Gefahr und der fortschreitenden Technologie inspirieren. Luft und Kunst sind für mich eng miteinander verbunden. Mein Vater ist ein Künstler, dessen erster Traum darin bestand, reine Kurven in den Himmel zu ziehen. So schuf er mit einem ,Vogelstift‘ vergängliche Zeichnungen oder Gemälde. Und klare Linien und Bewegungen sind in der Luft so bedeutend wie in der Kunst.“

Chrétien begann seine Ausbildung mit dem Studium der Luft- und Raumfahrttechnik in Südfrankreich, brach dieses aber bereits nach drei Monaten ab, um seiner Leidenschaft für das Windsurfen nachzugehen. Später setzte er sein Studium an der renommierten Schule für bildende Kunst Olivier de Serres in Paris fort und entdeckte dort seine Begeisterung und sein Talent für Materialien und Grafikdesign. 1991 gründete er ein auf den Sportbereich spezialisiertes Grafikdesignunternehmen in Paris und zog anschließend nach Rouen. 

Parallel zu seiner Arbeit als Grafikdesigner entdeckte Chrétien seine Begeisterung für das Malen und Fotografieren wieder, die ursprünglich von seinem Vater und seiner Großmutter angefacht worden war. „Meine Großmutter war eine hervorragende Fotografin und zeigte mir schon als kleines Kind den Umgang mit einer Minox-Kamera, wobei wir zunächst alte Fischerboote an der bretonischen Küste fotografierten.“ 

Heute leiten Manolo Chrétien und seine Ehefrau Céline ein erfolgreiches Grafikdesignunternehmen und erschaffen in ihrem Studio in Blois, einer malerischen Kleinstadt an der Loire, kreative Kunstwerke. Die eindrucksvolle Kunst von Manolo Chrétien wird weltweit in Galerien ausgestellt, von Paris und London über Montreal bis Singapur. 

Learjet

Starlifter

Swisstar


Freitag, 3. März 2017

Swatch Group stellt den weltweit kleinsten Bluetooth Chip vor




Die Swatch Group hat einen neuen elektronischen Bluetooth Chip vorgestellt, der über außergewöhnliche und bis jetzt unübertroffene Eigenschaften verfügt. Diese neue integrierte Schaltung wurde zu 100% von EM Microelectronic, Swatch Group R&D und dem schweizer Forschungs- und Entwicklungszentrum CSEM entworfen und stellt gleich mehrere Rekorde auf:

  • Es handelt sich um den kleinsten Bluetooth Chip auf dem Markt überhaupt. Die Ultraminiaturisierung der elektronischen Komponenten ist entscheidend für die zunehmende Verdichtung der Funktionen in tragbaren elektronischen Geräten, sowie für das Internet der Dinge (Internet of Things). 
  • Gegenüber der Konkurrenz weist dieser Bluetooth Chip bei den ausschlaggebenden Anwendungsszenarien den niedrigsten Energieverbrauch auf und erhöht somit die Autonomie von verbundenen Objekten, was in diesem Bereich wesentlich ist.
  • Seine extrem schnelle Aufstartzeit ist bisher unübertroffen, was die Reaktivität und die Batterie-Lebensdauer unter anderem von elektronischen Beacons verbessert.

Hinzu kommt, dass der Chip bereits offiziell gemäß dem neuen Bluetooth Version 5.0 Standard qualifiziert ist. Dies ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass dieser Chip aus mehr als 5 Millionen Transistoren auf einer Fläche von ungefähr 5 Quadratmillimetern besteht. Ausgelegt für eine maximale Einsatzflexibilität kann er alleine oder in Verbindung mit unterschiedlichen Sensoren verwendet werden; Systemintegratoren können die Vorteile des Microcontrollers mit sehr niedrigem Energieverbrauch nutzen oder mit dem Chip jedes tragbare elektronische Gerät mit einer Bluetooth Kommunikations-Funktion ausrüsten.

Mit dieser Innovation hat sich die Swatch Group als Entwicklerin im Bereich der Mikrotechnik kraftvoll in Erinnerung gerufen. Sie ist auch eines der weltweit führenden Unternehmen für Schaltkreise und Systeme mit tiefstem Energieverbrauch, sowie für Technologien, die sich für kleine verbundene Objekte eignen.

Nick Hayek 
(Fotos: Swatch Group)

Dienstag, 21. Februar 2017

Neuheit: Seamaster Planet Ocean „PyeongChang 2018“


Während in Omegas Katalog "Collection 2017" das auf 3.016 Exemplare limitierte Modell Diver 300m "Rio 2016" noch an die letztjährigen Olympiaschen Sommerspiele erinnert, gibt die jüngst vorgestellte Seamaster Planet Ocean "PyeongChang 2018" bereits einen Ausblick auf die Olympischen Winterspiele in Südkorea. Auch für die Winterspiele gibt es also eine Taucheruhr, was zeigt, dass sich Omega dem nassen Element in (fast) allen Erscheinungsformen verbunden fühlt.

Von dem neuen Modell wird es weniger Exemplare geben, genau gesagt nicht mehr als 2.018 Stück.

Das Gehäuse hat einen Durchmesser von 43,5 Millimeter, die Uhr ein Zifferblatt aus polierter blauer Keramik, dessen applizierte und rhodinierte Indizes, wie auch die Stunden- und Minutenzeiger, mit weißer, blau schimmernder Super-LumiNova beschichtet sind. Der Minutenzeiger leuchtet, ebenso wie der Punkt auf der Lünette, grün.

Die einseitig drehbare Taucherlünette weist einen polierten blauen Keramikring mit Kautschukreifen sowie eine Taucherskala aus OMEGA Liquidmetal® auf, wobei die ersten 15 Minuten der Lünette mit rot gefärbtem Kautschuk belegt sind. Auch die Minutenskala und der Punkt bei 12 Uhr bestehen aus OMEGA Liquidmetal®.

Dank des Heliumventils bei 10 Uhr kann Helium bei der Dekompression aus dem Gehäuse der Taucheruhr entweichen.

Das Saphirglas ist gewölbt und beidseitig entspiegelt. In den geschraubten Gehäuseboden sind die Worte PLANET OCEAN und LIMITED EDITION sowie die jeweilige Nummer der Limitierung blau eingraviert. Das Saphirglas des Gehäusebodens trägt die Worte „PyeongChang 2018“ und das Logo der Olympischen Winterspiele.

Die Uhr ist mit dem OMEGA Co-Axial Master Chronometer Kaliber 8900 ausgestattet. Master Chronometer bedeutet: Die Uhr wurde zehn Tage lang den acht Prüfungen des Eidgenössischen Instituts für Metrologie (METAS) unterzogen und bestand den Qualitätstest.

Sie ist mit einem strukturierten Kautschukarmband in Blau ausgestattet, das mit blau-rotem Kautschuk unterfüttert ist, und wird in einer speziellen Geschenkbox präsentiert. Die Käufer erhalten zudem ein weiteres Armband aus Edelstahl und ein Werkzeug zum Bandwechsel. 

Die Seamaster Planet Ocean "PyeongChang 2018" ist voraussichtlich ab Ende April 2017 in Deutschland verfügbar und hat eine unverbindliche Preisempfehlung von 6.300 Euro.